Dockland

Anfang der Woche war ich mal wieder im Hamburger Hafen zum Fotografieren unterwegs. Ziel war das Bürogebäude „Dockland“ in Hamburg Altona. Das Bauwerk steht direkt an der Elbe und ist von drei Seiten mit Wasser umgeben, sodass es auch gut von der Nordseite der Elbe samt Spiegelung fotografiert werden kann. Ziel des Ausfluges waren eigentlich schöne Sonnenuntergangsfotos an einem frühlingshaften Februartag.

Sigma 17-70mm | 17mm | ISO 100 | f7.1 | 1/320 Sek.

Das Gebäude steht am Kreuzfahrt-Terminal von Hamburg und wurde im Jahr 2006 eingeweiht. Entworfen hat es das Hamburger Büro BRT Architekten Bothe Richter Teherani. Es ähnelt äußerlich einem fahrenden Schiff und hat als Seitenfläche Parallelogramme mit 134m Länge und 25m Höhe. Es ist dazu 21m breit und besitzt im Inneren diagonal verlaufende Fahrstühle. Auch von der Fähre der Linie 62 kann dieses Gebäude bestaunt werden.

Sigma 17-70mm | 28mm | ISO 100 | f8.0 | 1/320 Sek.

Über zwei freiliegende Treppen ist das Dach der Öffentlichkeit als Aussichtsplattform zugänglich. Nach 136 Treppenstufen gelangt man auf die ca. 500 Quadratmeter große Dachterrasse und kann von dort einen tollen Blick auf den Hafen und die Elbe genießen. Direkt am Ufer befindet sich auch ein Fähranleger, an der die Linie 62 von ihrem Weg von den Landungsbrücken nach Finkenwerder regelmäßig hält. So kann man das interessante Gebäude auch bei einem kleinen Zwischenstopp besichtigen.

Sigma 17-70mm | 70mm | ISO 100 | f4.5 | 1/320 Sek.

Den ganzen Tag über war der Himmel strahlend blau und mit 18 °C hätte es einen tollen Sonnenuntergang geben können. Leider zog der Himmel ab 16 Uhr immer weiter zu und wurde eintönig grau. Als die Sonne tiefer sank und hinter dem Wolkenschleier verschwand, färbte sich der ganze Himmel plötzlich in ein surreales, orangenes Licht. Später erfuhr ich, dass die Färbung durch Saharawinde begünstigt wurde, die an diesem Tag durch Hamburg wehten und eine Menge Sand mitbrachten. Durch diese Sandwinde konnte man die Sonne auch mit bloßem Auge betrachten und es ergab sich eine ganz besondere Lichtstimmung, die ein befreundeter Fotograf und ich gleich für ein paar Portäts nutzten.

Sigma 17-70mm | 21mm | ISO 100 | f3.2 | 1 Sek. | HDR

Als die blaue Stunde angebrochen war, hatte sich leider auch das Wasser komplett aus der Hafenbucht zurück gezogen. Dadurch konnte ich an diesem Abend keine besonders gute Spiegelung einfangen. Durch die grünlich leuchtenden Fenster und dem beleuchteten Hafen dahinter, ist das Dockland trotzdem ein sehr schönes Gebäude. Am Weg hinter dem Dockland grenzt ein etwa brusthoher Gitterzaun den Weg von der Elbe ab, der das Fotografieren in Richtung Hafen erschwert. Glücklicherweise ist hinter dem Zaun noch etwa eine halbe Meter dicke Kaimauer, auf der ich mein Stativ samt Kamera abstellen konnte.

Sigma 17-70mm | 21mm | ISO 100 | f3.2 | 2,5 Sek. | HDR

Durch die Position meines Stativ konnte ich einen flacheren Blickwinkel mit meiner Kamera einnehmen, ohne dass der Zaun im Bild auftauchte. Ich musste mich zwar dann beim Fotografieren mit den Armen über den Zaun hängen, aber besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Durch die weitwinklige Aufnahme konnte ich sogar die Köhlbrandbrücke im rechten Teil noch mit auf das Foto bringen.

Sigma 17-70mm | 19mm | ISO 100 | f3.5 | 3,2 Sek.

Vordergrund macht Bild gesund.

Fotografie Sprichwort

Eine der ersten Lektionen, die man beim Fotografieren lernt, ist genau dieser Satz. Ein Foto wird interessanter, wenn es einen Vordergrund, Mittelpunkt und Hintergrund besitzt. Nach diesem Motto suche ich zu einem Motiv immer nach einem passenden Vordergrund. In diesem Fall konnte ich die alten Holzbohlen im Bild einbauen und dadurch dem Bild noch mehr Tiefe verleihen.

Auch wenn ich an diesem Abend weder einen tollen Sonnenuntergang noch eine tolle Spiegelung fotografieren konnte, bin ich sehr zufrieden mit den Bildern und hoffe, dass sie dir auch gefallen.

Mehr Fotos aus Hamburg findest du hier: Hamburg

Winterzauber: Ostsee

Ich habe am Wochenende auf Facebook tolle Bilder von den zugefrorenen Stegen an der Ostsee gesehen und einen Tipp bekommen, dass sie sich am Hundestrand in Travemünde befinden. Da die Temperaturen laut Wetterbericht in den nächsten Tagen ansteigen sollten, fuhr ich kurz entschlossen hin.

Obwohl die Sonne den ganzen Tag auf den Strand geschienen hatte, hingen noch eine Menge Zapfen an den Stegen. Es waren zwar weniger als auf den Fotos, die ich gesehen hatte, aber es sah trotzdem atemberaubend aus. Die Stege wirkten mit ihren Zapfenkleidern, wie aus einer anderen Welt.

Sigma 17-70mm | 34mm | ISO 640 | f6.3 | 1/2500 Sek.

Durch den langen Dauerfrost und die Stürme der vergangenen Woche, war der obere Kai komplett eingefroren und überall mit Eiszapfen behangen. Natürlich hatte ich auch dieses Mal meine Glaskugel parat. So ein Glaskugelfoto geht, meiner Meinung nach, irgendwie immer.

Sigma 17-70mm | 70mm | ISO 100
f5.0 | 1/640 Sek.

Sigma 17-70mm | 45mm | ISO 100
f6.3 | 1/250 Sek.

Kurz bevor die Sonne hinter den Bäumen am Strand verschwand und der ganze untere Steg im Schatten lag, konnte ich noch das Glitzern des Eises auf den Pfosten einfangen. Mir gefällt dieses Bild besonders gut, wegen der tollen Lichtstimmung, die die tiefstehende Sonne erzeugt.

Sigma 17-70mm | 34mm | ISO 100 | f7.1 | 1/50 Sek.

Auch wenn die Sonne hinter dem Strand und nicht über dem Meer unterging, gab es an dem Abend einen farbenfrohen Himmel über der Ostsee zu bestaunen. Durch ein paar blasse Wolken bekam der Himmel zusätzlich noch eine tolle Struktur. Leider ist mein Graufilter noch in der Post, sodass ich keine Langzeitbelichtung von dem Steg im Sonnenuntergang machen konnte.

Sigma 17-70mm | 17mm | ISO 100 | f5.0 | 1/60 Sek.

Da ich trotz fehlenden Graufilters eine Langzeitbelichtung versuchen wollte, um die Ostsee schön glatt zu zeichnen, blieb ich auch nach Sonnenuntergang noch ein Weilchen am Strand. Es war eiskalt und der Wind nahm allmählich zu. Nach einer halben Stunde konnte ich endlich fünf Sekunden am Stück belichten, ohne dass mein Bild völlig ausbrannte. Die blaue Stunde hatte schon begonnen, sodass die Ostsee langsam in blauem Licht versank.

Sigma 17-70 | 49mm | ISO 100 | f22 | 5 Sek.

Für eine Aufnahme mit kleinerer Blende und längerer Belichtung hätte ich noch eine ganze Weile warten müssen. Da mir aber inzwischen sowohl meine Finger als auch meine Zehenspitzen fast eingefroren waren, fuhr ich nach Huase. Zum Glück hat das Auto sowohl eine Sitz- als auch eine Lenkradheizung!

Ich werde noch einmal an die Ostsee zurückkommen, wenn mein Graufilter angekommen ist. Dann werde ich erneut versuchen eine Langzeitbelichtung bei Sonnenuntergang aufzunehmen.

Weitere Bilder aus Schlesweig-Holstein findest du hier: Schleswig-Holstein

Elbbrücken

Neben der Köhlbrandbrücke gehören die Elbbrücken zu den bekanntesten Brücken in Hamburg. Sie verbinden die Stadtteile Veddel, Wilhelmsburg und Harburg mit dem restlichen Teil von Hamburg. Von 1884 bis 1887 wurde die erste Straßenbrücke über die Elbe mit einem filigranen Gerüst aus Linsenträgern als „Neue Elbbrücken“ errichtet. Zwischen 1928 und 1929 wurde dann eine vollwandige Version daneben gesetzt.

Diese vollwandige Version stellt heute das Mittelstück der Elbbrücken dar, und ist dem öffentlichen Nahverkehr vorbehalten. Von 1957 bis 1960 wurde die originale Elbbrücke abgerissen und die vollwandige auf beiden Seiten um die Fahrspuren für den Individualverkehr erweitert. Bei dieser Sanierung wurde die Brücke ebenfalls um 2,5m angehoben, um die benötigte Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt zu gewährleisten.

Sigma 17-70mm | 23mm | ISO 100 | f16 | 2,0 Sek.

Um die Elbe bei Hamburg zu überwinden, gibt es drei bekannte Möglichkeiten: die Köhlbrandbrücke im Hafenbereich, den Elbtunnel im Westen von Hamburg und die Elbbrücken im Südosten. Alle zusammen bilden die letzten festen Querungen der Elbe, bevor diese in die Nordsee mündet.

Ich wohne nicht sehr weit von den Elbbrücken entfernt und als der Wind sich abends einmal legte, schnappte ich mir mein Fahrrad und meine Fotoausrüstung und fuhr in den Elbpark Entenwerder. Dieser liegt nur ein kleines Stück östlich der Elbbrücken.

Sigma 17-70mm | 31mm | ISO 100 | f5.0 | 1/5 Sek.

Im Frühling blühen auf Entenwerder viele Holundersträucher. Daher ist es für mich die Hauptanlaufstelle, um Holunderblüten für selbstgemachten Sirup zu sammeln. Im Spätsommer komme ich dann ebenfalls gerne her, um entweder die reifen Holunderbeeren zu pflücken oder an den unzähligen Brombeersträuchern am Elbufer ein paar Brombeeren zu ernten.

Da die Sträucher am Ufer im Sommer nicht gestutzt werden, ist es fast nicht möglich die Steine am Elbrand zu erreichen, um die Elbbrücken zu fotografieren. Im Winter liegen die Ufer aber frei, sodass man bis an das Wasser heran gehen kann. Als ich im Elbpark ankam, stand das Wasser noch bis zum gepflasterten Rand der Böschung, sodass ich vorsichtig sein musste, dass meine Kamera von den Fahrtwellen der Schiffe nicht nass wurde.

Sigma 17-70mm | 31mm | ISO 100 | f8.0 | 4,0 Sek.

Natürlich hatte ich auch wieder meine Glaskugel dabei. Ich musste eine Weile suchen, bis ich einen Stein gefunden hatte, von dem die Kugel nicht herunter rollte. Da ich an der schrägen Böschung stand und die Kugel ganz unten auf den Steinen lag, musste ich meine Kamera hängend zwischen den Beinen meines Stativs anbringen, sodass sie knapp über den Steinen schwebte.

Mit voranschreitender Dunkelheit zog sich auch das Wasser immer weiter zurück. Durch die Nähe zur Nordsee ist die Elbe in Hamburg den Gezeiten unterworfen. Für mich war das ein Glücksfall, da ich mit zunehmender Ebbe ein Stück weiter auf das Geröllfeld hinaus gehen und damit einen besseren Winkel für ein Foto durch die Glaskugel finden konnte.

Sigma 17-70mm | 41mm | ISO 400 | f8.0 | 20 Sek.

Während der letzten Wochen habe ich mir viele Videos zur Fotografie angeschaut und immer wieder von „Blendensternen“ gehört. Ein Blendenstern entsteht beim Lichteinfall von punktuellen Lichtquellen in eine geschlossene Kameralinse.

Bekannterweise muss, wenn der Lichteinfall in ein Objektiv verringert werden soll, die Blende weiter geschlossen werden. Damit schieben sich die Blendenlamellen übereinander. Diese Blendenlamellen sind für die Bildung der Blendensterne verantwortlich. Je weiter die Blende geschlossen ist, desto ausgeprägter wird der Blendenstern auf dem Foto abgebildet.

Sigma 17-70mm | 21mm | ISO 400 | f16 | 30 Sek.

Nach ein paar Versuchen gelang es mir, meine ersten eigenen Blendensterne festzuhalten. Die Lampen an der Elbbrücke bilden hierbei die punktuellen Lichtquellen. Eine Blende 16 ist schon ziemlich weit geschlossen, sodass die Blendensterne gut zu sehen sind.

Ich habe ebenfalls den Versuch unternommen, ein Panoramabild der Elbbrücken zu erstellen. Dabei habe ich meine Kamera auf meinem Stativ positioniert und mit den gleichen Einstellungen sechs nebeneinander liegende Bilder mit einer Überlappung von einem Drittel geschossen. Diese habe ich dann im Fotoprogramm (ich verwende Lightroom) zusammen gefügt.

Sigma 17-70mm | 52mm | ISO 200 | f16 | 30 Sek. | 6 Bilder

Auf dem Panorama ist schon der nächste Effekt zu sehen, den ich an diesem Abend einmal einfangen wollte: Die Lichtstreifen fahrender Autos. Durch längere Belichtungszeiten ist es möglich Lichtstreifen, oder Lichtzieher genannt, einzufangen, die dem Bild mehr Dynamik verleihen. Die Autos verschwinden in den Aufnahmen, sodass nur noch ihr Licht zu sehen ist.

Damit ich die Lichtzieher des Verkehrs besser einfangen konnte, bin ich auf die Brücke hochgefahren und habe einmal stadteinwärts und einmal stadtauswärts am Brückenende fotografiert. Da ich zum Feierabendverkehr an der Brücke war, hatte ich zwischenzeitlich das Problem, dass zu viele Autos durch das Bild gefahren sind und es damit viel zu hell geworden ist.

Auch Fahrradfahrer überqueren zu dieser Zeit die Brücke und ich musste feststellen, dass Fahrradlichter leider nicht so schön auf den Fotos zur Geltung kommen, da sie sehr zittrig aussehen. Es hat viele Versuche gebraucht, bis ich in beiden Richtungen ein paar Bilder aufgenommen hatte, mit denen ich zufrieden bin.

Stadteinwärts

Sigma 17-70mm | 17mm | ISO 100
f8.0 | 13 Sek.

Stadtauswärts

Sigma 17-70mm | 23mm | ISO 320
f16 | 30 Sek.

Bei beiden Fotos hatte ich Glück, dass nicht nur Autos durch das Bild gefahren sind. Stadteinwärts fuhr gerade ein Bus durch die Mitte der Brücke und stadtauswärts hinterließ ein LKW mit seinen hohen Rücklichtern zusätzliche Streifen auf dem Bild.

Gut zu sehen ist auch hier das Phänomen der Blendensterne und der Einfluss der eingestellten Blende. Stadtauswärts ist die Blende weiter geschlossen und damit die Blendensterne viel ausgeprägter als stadtauswärts.

Wenn man genau hinschaut, sind auf dem Foto, das ich stadteinwärts fotografiert habe, ruckelige, gelbe Streifen zu erkennen. Diese habe ich erst zuhause auf meinem Laptop entdeckt, als ich mir meine Ausbeute angeschaut habe. Ich habe lange gerätselt, wie diese Streifen zu Stande gekommen sein könnten. Nach einer Weile ist mir dann aufgegangen, dass es sich dabei um die Lichtstreifen von Blinkern handeln muss.

An diesem Abend habe ich wieder eine Menge über Fotografie gelernt und werde auf jeden Fall weitere Versuche unternehmen, Lichtstreifen und Blendensterne einzufangen.

Weiter Bilder zu Hamburg findest du hier: Hamburg

Faszination Glaskugel

Für die Einen zeigt eine Glaskugel den Blick in die Zukunft, für die Anderen ist sie nur Dekoration. Für die Fotografie ist eine Glaskugel allerdings ein wunderbares Mittel, um die Welt buchstäblich Kopf stehen zu lassen.

Sigma 17-70mm | 17mm | ISO 100 | f2.8 | 1/30 Sek.

Als ich mich auf die Suche nach Ideen für tolle Fotos im Winter begeben habe, fand ich hauptsächlich Fotos mit Schnee, Eis und Frost. Da alles drei bekanntlich eher selten bis gar nicht in Hamburg vorkommt und damit 90% aller Vorschläge ausfielen, musste ich weitersuchen.

Ich stieß auf Fotos mit Glaskugeln (engl. Lensball) und war sofort fasziniert. Mit diesen Kugeln kann man die Welt nicht nur auf den Kopf stellen, sondern auch große Gebäude oder Ansichten auf kleinstem Raum darstellen. Da ich dies schnell selbst ausprobieren wollte, bestellte ich mir eine 90mm Kugel mit einem stolzen Gewicht von 945g.

Sigma 17-70mm | 17mm | ISO 100 | f2.8 | 1/60 Sek.

Mein erstes Ziel mit meiner neuen Glaskugel war der Elbstrand Övelgönne. Mit dem Fahrrad ging es also vor Sonnenuntergang zu den Landungsbrücken, von da mit der Fähre über die Elbe bis zum Fähranleger Övelgönne und dann noch ein kleines Stück Fußweg bis zum Strand.

Noch vor Sonnenuntergang konnte ich ein paar schöne Fotos schießen, die sich sowohl in Farbe als auch in schwarz-weiß sehen lassen können. Als Unterlage für die Kugel dienten mir verschiedene Baumstümpfe, die im Winter zurückgeschnitten am Elbufer stehen. Mit ihren vielen frei liegenden Astgabelungen bieten sie die perfekte Auflage für die Kugel.

Ich hatte Glück und konnte in der blauen Stunde die Lichter der gegenüberliegenden Kräne festhalten und so den typischen Effekt der Glaskugel perfekt einfangen.

Sigma 17-70 | 34mm | ISO 200 | f3,5 | 0,3 Sek.

Die optische Täuschung ist eine weitere Wirkung, die mit einer Glaskugel erzielt werden kann. Hierfür wird das fertige Bild einfach auf den Kopf gestellt, sodass das Motiv richtig herum dargestellt wird und der Hintergrund Kopf steht

Sigma 17-70mm | 70mm | ISO 200 | f4.0 | 0,3 Sek.

Ich liebe meine neue Glaskugel und freue mich darauf, sie auch an anderen Orten auszuprobieren. Am Elbstrand sind mir damit einige tolle Bilder gelungen und das waren die eingefrorenen Hände und Füße allemal wert!

Sigma 17-70mm | 53mm | ISO 200 | f4.0 | 1/60 Sek.

Weitere Bilder zur Glaskugel findest du hier: Glaskugel

Hamburg

Stadt Hamburg an der Elbe Auen,
Wie bist du stattlich anzuschauen!
Mit deinen Türmen hoch und hehr
Hebst du dich schön und lieblich sehr.

Hamburg-Hymne – Georg Nikolaus Bärmann

So erklingt die erste Strophe der Landeshymne von Hamburg. Seit 2014 nenne ich Hamburg inzwischen meine Heimat und liebe die Elbe, die Alster und den Michel. Ich gebe zu, ich bin eine Wasserratte und wenn ich nicht im Wasser sein kann, dann eben in der Nähe von Wasser. Und seien wir mal ehrlich: in Hamburg ist man nie weit von dem nächsten Gewässer entfernt.

Nicht umsonst hat Hamburg mit mehr als 2.400 Brücken mehr als Venedig (400) und Amsterdam (1.200) zusammen. Egal wohin man geht, man stößt früher oder später auf einen Kanal, einen Fluss oder einen See.

Sigma 17-70mm | 21mm | ISO 100 | f4.0 | 1/800 Sek | 3 Einzelbilder

Auf dem Foto zu sehen, ein paar der besungenen Türme von Hamburg. Von links nach rechts zu sehen die Türme der Kirchen St. Jakobi, St. Petri und St. Katharinen, daneben das Rathaus dann knapp neben der Bildmitte ganz klein der Turm der alten Post und daneben der Turm des Michels (St. Michaelis) der Hauptkirche und Wahrzeichen von Hamburg.

Aufgenommen habe ich das Foto eine Woche vor Weihnachten bei einem fantastischen Himmelsspektakel von der Lombardsbrücke aus. An diesem Abend waren viele Fotografen mit ihren Kameras unterwegs um den phänomenalen Himmel festzuhalten.

Sigma 17-70mm | 70mm | ISO 100 | f9.0 | 1/500 Sek

Rund einen Monat vorher sind mir ähnlich außergewöhnliche Bilder von einer Stelle neben der Lombardsbrücke gelungen. So diesig und grau Hamburg auch oft scheinen mag, so umwerfend präsentiert es sich dann manchmal an der Alster oder am Hafen im Sonnenuntergang.

Sigma 17-70mm | 58mm | ISO 200 | f4.0 | 1/2500 Sek.

Auch von der Alsterwiese Schwanenwik lassen sich bei Sonnenuntergang tolle Bilder zaubern. Hier ist es mir gelungen durch die wogenden Zweige einer Weide, den Michel mit den Alstervögeln im Vordergrund festzuhalten.

Da die Alsterwiese zum Grillen freigegeben ist, tummeln sich hier im Sommer immer jede Menge Menschen. Mit dem direkten Blick auf die Alster und den Seglern, bietet sie einen wunderschönen Entspannungsort. Auch im Frühling wenn die Kirschbäume blühen, hat die Wiese einiges zu bieten. Selbst im Herbst, wenn es früher dunkel wird, lockt sie mit ihrem schönen Blick auf den Sonnenuntergang an der Hamburger Skyline.

Sigma 17-70mm | 17mm | ISO 100 | f10 | 4 Sek.

Wenn der Winter dann kommt und die Alsterfontäne abgeschaltet wird, treibt die Alstertanne an ihrer Stelle auf der Binnenalster. Zur blauen Stunde, also direkt nach Sonnenuntergang, kann nun ein fantastischer Blick auf die Hamburger Hochhäuser und den Tele-Michel genossen werden.

Ach, Hamburg wenn man den Straßenlärm und die Mietpreise ausblendet, dann bist du einfach eine tolle Stadt. Nicht umsonst wirst du häufig als ‚Schönste Stadt des Nordens‘ bezeichnet. Der Zauber eines Sonnenuntergangs an der Elbe oder Alster kann niemanden kalt lassen.

Mehr Fotos zu Hamburg findest du hier: Hamburg

Köhlbrandbrücke

Die Köhlbrandbrücke ist eines der bekanntesten Hamburger Wahrzeichen und erstreckt sich über die Elbe von Wilhelmsburg bis zur A7.
1974 wurde die „Köhle“ eröffnet und ermöglicht seitdem täglich circa 35.000 Fahrzeugen den Weg über die Elbe. Zurzeit wird über die Stilllegung und sogar den Abriss der ikonischen Brücke nachgedacht, da 2030 die Brückenpfeiler erneuert werden müssten und die Sanierung nicht mehr wirtschaftlich sein wird.

Umso wichtiger ist es, das Wahrzeichen abzulichten bevor es der Vergangenheit angehört. Vom Fähranleger Neuhof hat man einen guten Blick auf die Brücke und kann tolle Fotos schießen. Das einzige Problem haben für mich die vorbeifahrenden Schiffe dargestellt. Die Fahrtwellen haben den Anleger so sehr zum Schaukeln gebracht, dass ein Großteil der Bilder unscharf geworden ist.

Köhlbrandbrücke

Sigma 17-70mm | 17mm | ISO 100 | f2.8 | 8 Sek.

Die Bilder stammen von meinem dritten Versuch die Brücke abzulichten. Beim ersten Versuch hatte ich als Objektiv ein Tamron 18-300mm dabei, dass ich zu dieser Zeit getestet habe. Allerdings haben mir die Bildergebnisse in der Dunkelheit nicht gefallen, sodass die Bilder fast alle unbrauchbar waren.
Leider habe ich beim ersten Versuch auch den Fehler gemacht, den Weg zum Fähranleger mit dem Fahrrad zurückzulegen. In der Dunkelheit Ende Oktober fühlten sich die knapp 12 km wesentlich länger an als sie eigentlich sind. Auf dem Rückweg hatte ich auch noch das Pech in leichten Nieselregen zu geraten.

Beim zweiten Versuch bin ich dann Anfang November mit dem Auto an den Anleger herangefahren. Dort angekommen musste ich leider noch vor dem ersten Foto feststellen, dass mein Kamerakku komplett leer war. Was habe ich mich geärgert, den Weg umsonst gemacht zu haben. Zwei Monate später habe ich dann zu Weihnachten zwei weitere Akkus geschenkt bekommen, sodass mir dieses Missgeschick hoffentlich nicht noch einmal passiert.

Sigma 17-70mm | 17mm | ISO 100 | f2.8 | 15 Sek.

Beim dritten Versuch Mitte November war ich dann vorbereitet und so ging es mit einem vollen Akku, meinem kleinen, flexiblen Stativ, einem Thermosbecher heißem Tee und meiner Kamera erneut zum Fähranleger Neuhof. An diesem Abend war ich nicht alleine dort. Drei weitere Fotografen standen schon am Fähranleger, um die „Köhle“ abzulichten.

Am Ende wurden die Bilder in Lightroom nur noch leicht angepasst. Da die Lichtverschmutzung im Hafen recht hoch ist und ein Großteil der Lampen ein gelbliches Licht abgibt, fängt die Kamera bei diesen langen Belichtungszeiten den klaren blauen Himmel eher rötlich ein als blau.

Mehr Fotos zu Hamburg findest du hier: Hamburg