Köhlbrandbrücke
Die Köhlbrandbrücke ist eines der bekanntesten Hamburger Wahrzeichen und erstreckt sich über die Elbe von Wilhelmsburg bis zur A7.
1974 wurde die „Köhle“ eröffnet und ermöglicht seitdem täglich circa 35.000 Fahrzeugen den Weg über die Elbe. Zurzeit wird über die Stilllegung und sogar den Abriss der ikonischen Brücke nachgedacht, da 2030 die Brückenpfeiler erneuert werden müssten und die Sanierung nicht mehr wirtschaftlich sein wird.
Umso wichtiger ist es, das Wahrzeichen abzulichten bevor es der Vergangenheit angehört. Vom Fähranleger Neuhof hat man einen guten Blick auf die Brücke und kann tolle Fotos schießen. Das einzige Problem haben für mich die vorbeifahrenden Schiffe dargestellt. Die Fahrtwellen haben den Anleger so sehr zum Schaukeln gebracht, dass ein Großteil der Bilder unscharf geworden ist.

Sigma 17-70mm | 17mm | ISO 100 | f2.8 | 8 Sek.
Die Bilder stammen von meinem dritten Versuch die Brücke abzulichten. Beim ersten Versuch hatte ich als Objektiv ein Tamron 18-300mm dabei, dass ich zu dieser Zeit getestet habe. Allerdings haben mir die Bildergebnisse in der Dunkelheit nicht gefallen, sodass die Bilder fast alle unbrauchbar waren.
Leider habe ich beim ersten Versuch auch den Fehler gemacht, den Weg zum Fähranleger mit dem Fahrrad zurückzulegen. In der Dunkelheit Ende Oktober fühlten sich die knapp 12 km wesentlich länger an als sie eigentlich sind. Auf dem Rückweg hatte ich auch noch das Pech in leichten Nieselregen zu geraten.
Beim zweiten Versuch bin ich dann Anfang November mit dem Auto an den Anleger herangefahren. Dort angekommen musste ich leider noch vor dem ersten Foto feststellen, dass mein Kamerakku komplett leer war. Was habe ich mich geärgert, den Weg umsonst gemacht zu haben. Zwei Monate später habe ich dann zu Weihnachten zwei weitere Akkus geschenkt bekommen, sodass mir dieses Missgeschick hoffentlich nicht noch einmal passiert.

Sigma 17-70mm | 17mm | ISO 100 | f2.8 | 15 Sek.
Beim dritten Versuch Mitte November war ich dann vorbereitet und so ging es mit einem vollen Akku, meinem kleinen, flexiblen Stativ, einem Thermosbecher heißem Tee und meiner Kamera erneut zum Fähranleger Neuhof. An diesem Abend war ich nicht alleine dort. Drei weitere Fotografen standen schon am Fähranleger, um die „Köhle“ abzulichten.
Am Ende wurden die Bilder in Lightroom nur noch leicht angepasst. Da die Lichtverschmutzung im Hafen recht hoch ist und ein Großteil der Lampen ein gelbliches Licht abgibt, fängt die Kamera bei diesen langen Belichtungszeiten den klaren blauen Himmel eher rötlich ein als blau.
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